Tag 4: Runde um den Hochvogel

26,2 km, ca. 9 Stunden, 2078m rauf und runter

Meine Königsetappe rund um den Hochvogel! Sehr anstrengender Wandertag und nicht für jedermann zu empfehlen (wenn man die Runde in einem Tag machen will). Laut Beschreibung ca. 12-13 Stunden. Ich bin gezwungen gewesen, diese eindreiviertel-Tagestour an einem Tag zu laufen, da angeblich kein Bett in Hinterhornbach zu bekommen war. Ich kann zwar verstehen, dass die Gasthöfe und Pensionen keine Einzelperson für eine Nacht unterbringen wollen, aber da sollte sich etwas ändern! Daher hatte ich leider nicht die Zeit und vermutlich auch nicht die Kondition, um den Gipfel zu ersteigen.

Ich bin sehr früh aufgestanden und war auch schon der 2. (!!) am Frühstückbuffet, so dass ich bereits um 7 Uhr von der Hütte aufgebrochen bin. Heute war bestes Wetter, allerdings leider wieder zu warm. Und auch wieder labile Wetterlage, da für Nachmittag schon wieder Gewitter angekündigt waren.

Los gings von der Hütte Richtung Westen, unterhalb des Wiedemerkopfes immer weiter talwärts. Am Talschluß über herrliche Wiesen wieder bergauf zum Himmeleck. Von dort weiter und leider auch wieder bergab zu ein paar Almhütten, nur um danach wieder bergauf Richtung Hornbachjoch aufzusteigen.

Das war glücklicherweise ein Aufstieg im Schatten. Oben habe ich mich entschieden, eine kleine Abkürzung zu nehmen. Und zwar durch das Jochbachtal nach Hinterhornbach und nicht über den Kanzberg. Dort habe ich die ersten Wanderer an diesem Tag getroffen. Die hatten nicht damit gerechnet, hier jemanden zu treffen – ich aber auch nicht. Der Weg wird von unserer Sektion des Alpenvereins gepflegt, und der war in guter Verfassung. Also wurde und wird gute Arbeit geleistet.

Nach knapp 5 Stunden hatte ich Hinterhornbach erreicht und mir eine einstündige Mittagspause gegönnt. Erst wollte ich Schnitzel mit Pommes, aber ich habe mich dann doch für vegetarische Kost entschieden: Knödeltris!

Nach der verdienten Pause habe ich mich auf den Aufstieg gemacht. Steiler Anstieg durch den Wald, der leider viel zu wenig Schatten gespendet hat. Zum Glück habe ich meinen Wasservorrat noch auffüllen lassen, denn der Anstieg war ziemlich schweißtreibend. An 2 kleinen Hütten habe ich eine kleine Verschnaufpause einlegen müssen. Aber von hier waren es nur noch wenige Höhenmeter bis zum Abzweig „Bäumenheimer Weg“ / Fuchsensattel. Und die Temperaturen auch etwas angenehmer.

kurze Rast

Dieser Weg ist leider seit einigen Jahren wegen Felssturzgefahr gesperrt und ich bin froh, diesen bereits vor vielen Jahren 2mal gegangen zu sein. Der untere Teil des Weges ist noch sehr gut ersichtlich, aber ich denke wenn es dann in den steileren Teil zum Hochvogel rauf geht, werden die Markierungen größtenteils verblasst sein. Ich jedenfalls würde diesen Weg nicht mehr gehen, aber es gibt immer ein paar Verrückte, die sich an keine Verbote halten müssen. Als ich das zweite Mal mit einer guten Freundin am Gipfel war – Route: Hinterhornbach – Hochvogel über den Bäumenheimer Weg – zurück über den kalten Winkel und Fuchsensattel wurde ich von ihr als „Mörder“ betitelt! Aber auf der Wanderung kein Jammern oder böses Wort!

Warnschild – bitte beachten

Aber zurück zu meiner sogenannten Königsetappe. Den Fuchsensattel hatte ich dann relativ schnell erreicht. Das war eine ideale Strecke zum ausruhen bzw. erholen. Nur eben und nur zum Sattel ein kurzer Anstieg. Weiter durchs Fuchskar leicht bergab, nur um danach wieder den letzten markanten Anstieg zu meistern. Ich hätte hier vorher schon zum kalten Winkel aufsteigen und dann noch zum Gipfel gehen können.

Allerdings habe ich mich schon vorher anders entschieden. Erstens machte das Wetter nicht mehr so recht mit – die Bewölkung nahm recht schnell zu und zweitens wäre es mir zu anstrengend gewesen. Bin eben doch nicht mehr der Jüngste. Ich habe daher den letzten Anstieg zur Balkenscharte gemeistert und zur Hütte abgestiegen, die ich dann kurz vor einsetzen des Regens kurz vor 17 Uhr erreicht habe.

Den Abend habe ich dann zufällig wieder mit Wanderern des Grenzgänger ausklingen lassen, sowie einem sehr guten Kichererbsencurry. Etwas früher als sonst habe mich dann total erschöpft in mein Lager begeben. Aber der nächste Tag wird ein kurzer Wandertag.


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