Prinz-Luitpold-Haus und Wiedemerkopf im August 2022

14,4 km, ca. 4 ½ Stunden Gehzeit, ca. 1100 HM rauf und wieder runter

An diesem Tag hatte ich eine sehr wichtige Aufgabe zu erfüllen. Ich benötigte dringend noch ein Geschenk für meine Freundin Fiona in Neuseeland. Daher bin ich an diesem dunklen Morgen kurz nach 4 Uhr im August mit öffentlichen Verkehrsmitteln von daheim zum Prinz-Luitpold-Haus aufgebrochen. Es war einer der letzten Tage mit der Möglichkeit, das 9€ Ticket zu nutzen.

Nach mehr als 4 Stunden Fahrt bin ich dann gegen 8.30 Uhr am Giebelhaus zur Hütte aufgebrochen. Anfangs war es noch recht kühl, aber mit der Anstrengung bzw. Bewegung ist mir schon warm geworden. Der Bus von Hinterstein zum Giebelhaus war recht voll, aber unterwegs sind bereits etliche Wanderer ausgestiegen. Und auch am, Giebelhaus wollten nicht alle zu dieser Hütte.

Nach knapp 2 Stunden war ich bereits an der Hütte angekommen, an der ich natürlich sofort meine wichtigste Aufgabe erledigte. Die Hüttenwirtin hat mich hierzu hervorragend beraten und bin fündig geworden. Zum Abstieg bzw. Mittagsmahl war es natürlich viel zu früh, aber ich hatte mich während des Aufstiegs schon entschieden, das Wiedemerkopf zu besteigen.

Diesen Berg wollte ich schon von ein paar Wochen besteigen, bin aber aufgrund des aufkommenden Regens abgestiegen. Den Gipfel hat mir ein Wanderkollege empfohlen, den ich auf dem Grenzgänger kennengelernt hatte. Der Anstieg hatte relativ viele Seilversicherungen, die ich von den letzten Wanderungen gar nicht so kenne. Ich war anfangs auch recht unsicher und würde den Gipfel Leuten ohne Schwindelfreiheit nicht empfehlen.

Ich habe den Weg dann doch trotz anfänglicher Probleme nach oben gefunden und war doch überrascht, dass viele Wanderer am Gipfel waren. Man könnte allerdings eher Bergsteiger sagen, denn die hatten ausnahmslos Kletterausrüstung dabei. Nach einer kurzen Pause habe ich noch die vielen Edelweiße bewundert und bin auf gleichem Weg abgestiegen, habe aber leider zweimal den richtigen Weg verpasst. Zum Glück aber gleich wieder den richtigen Weg gefunden. Man muss nur genau schauen. Beim Rest des Abstiegs habe ich genau geschaut und mich kein weiteres Mal verstiegen.

An der Hütte herrschte Ruhe. Der Hubschrauber, der gefühlt den ganzen Vormittag Baumaterial hin und her flog war zur Mittagspause. Die Hütte war trotz schönem Wetter nicht gut besucht. Aber die Hütte lebt hauptsächlich von Übernachtungsgästen. Zum Mittagessen gab’s für mich das Bergsteigeressen (Spaghetti mit Tomatensoße) und Bier. An meinen Tisch gesellte sich noch eine Wandergruppe, mit denen ich mich noch gut unterhielt.

Um den Bus vom Giebelhaus nach Hinterstein zu erreichen, musste ich allerdings bald los und mich an den Abstieg machen. Auf gleichem Weg zurück und als ich am Giebelhaus angekommen bin, ist der Bus ebenfalls eingetroffen. In Hinterstein umsteigen in den nächsten Bus nach Bad Hindelang, und von dort weiter nach Sonthofen.

Ab hier ging der Bahn-Horror für mich los. Der Zug nach München war total überfüllt und Leute mit Fahrrad hatten keine Chance, in den Zug zu gelangen. Zum Glück entspannte sich die Situation von Station zu Station. Ich musste dann nochmal in Buchloe und dann in Augsburg umsteigen. Auf dem letzten Stück von Augsburg heim kam ich mir wie in einer Sauna vor. Der Wagen war total überhitzt, vermutlich hat jemand die Heizung angemacht. Glücklich, aber total müde bin ich dann daheim angekommen, ein Bier getrunken, geduscht und bald darauf im Bett verschwunden.

Und wenn diese Wanderung veröffentlicht wird, bin ich mit ziemlicher Sicherheit bereits in Neuseeland eingetroffen und habe die Zeitverschiebung hoffentlich gut überstanden. Mehr folgt dann auf meinem Blog. Viel Spaß!


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