Arbeitseinsatz – cutting a new track

September 2022

Aufbruch am frühen morgen bei blauem Himmel zum Burtton Track in der Nähe von Shannon, zusammen mit Fiona und Anthony. Der Burtton Track ist Teil des Te Araroa Trails. Der Te Araroa führt von Cape Reinga im Norden über 3000km nach Bluff im Süden und ist unbedingt empfehlenswert für Wanderer, die hierfür leider etwas Zeit mitbringen müssen. Näheres unter www.teararoa.org.nz. Unsere Aufgabe war, von Süden kommend, den Track zu prüfen und eventuelle einfache Schäden zu beheben. Danach sollten wir die Anderen treffen, die über Farmland zum neu gepaplanten Teilstück des Tracks gekommen sind. Das erforderliche Werkzeug kam ebenfalls über den Farmtrack.

Gegen Mittag nach über drei Stunden wandern und arbeiten sind wir am Treffpunkt, einer einfachen Hütte mit Toilette mit fließend (kaltem) Wasser (aus dem Bach) eingetroffen. Dieses Grundstück wurde uns vom Eigentümer für dieses Wochenende als Basis zur Verfügung gestellt und er legte auch selbst Hand an. Nach dem Lunch sind wir zum vereinbarten Treffpunkt auf dem neu geplanten Track aufgebrochen. Die Verlegung war notwendig geworden, nachdem ein Erdrutsch den Fluss blockiert hatte und dadurch der „alte“ Track blockiert bzw. überflutet war.

Nach der zweiten Flussquerung hatte ich es geschafft, nasse Füsse zu bekommen. Daran musste ich mich erstmal wieder gewöhnen. Durch den neuen Track war es dann nicht mehr erforderlich, den Fluss zu durchwaten. Der neue Track war anfangs nicht als solcher zu erkennen. Aber das sollte auch so sein, denn man wollte vorerst nicht, dass Tramper diesen Weg nehmen, um der Gefahr vorzubeugen, dass sich jemand verläuft. Daher war der neue Weg nur durch sogenannte Ribbons gekennzeichnet.

Nach kurzer Zeit war der neue Track allerdings bereits gut kenntlich und nun ging es für den Rest des Nachmittags an die Arbeit. Tritte hacken, Sträucher, Bäume und Wurzeln schneiden bzw.  kürzen und den Weg soweit bearbeiten, dass er gut kenntlich und einfach zu folgen ist. This was tiring work. War ich ganz und gar nicht gewohnt. Kurz nach 16 Uhr war ich ganz froh, als es hieß, es sei Zeit ins Lager zurückzukehren. Das war auch nötig, da vor Beginn der daylight saving time die Dämmerung bereits kurz nach 18 Uhr eintritt. Also runter, den neuen steilen Track und über den Fluss.

Im sogenannten Lager angekommen, haben wir uns alle daran gemacht unser Essen zu machen und nach einigen Gesprächen und einem (!!!) gemeinsamen leckerem Home-made Bier für uns Alle (!!!) sind dann alle in ihren Zelten verschwunden. Dieses war ich schon gewohnt, da ich es auf meiner letzten Wanderung im Bayrischen Wald ebenfalls so gehandhabt habe mit der Ausnahme, dass es damals noch länger hell war. Aber das ändert sich hier auch, die Tage werden immer länger und kommendes Wochenende ist die Umstellung aus Sommerzeit (daylight saving).

Am nächsten Morgen ging es dann gleich wieder zurück auf den Track, dieses Mal von der südlichen (steilen) Seite. Wir mussten die Verbindung zwischen den beiden Teilen finden (nicht ganz so einfach) und dann den Weg soweit herrichten. Also fast das gleiche wie am Vortag. Nur wurden nun auch die Wegweiser, die sogenannten Orange Triangles angebracht. Die Zeit bis zum Lunch war dann unheimlich schnell vorbei. Wir drei mussten nach dem Lunch und dem Abbau unserer Zelte noch knapp 3 Stunden bis zum Auto laufen.

Der Track war nun soweit fertig, mit der Ausnahme der Anbindung zum alten Track. Das musste dann an einem Tag geschehen, aber vorher muss noch der Papierkram erledigt werden. Auf den Karten des Te Araroa, GPS-Daten usw. Ab dann kann der neue Trail benutzt werden. Wir kamen gegen 15.30 am (sehr versteckt gelegenen) Parkplatz an, waren froh unsere nassen Wanderschuhe ausziehen zu können und uns auf den Weg nach Hause machen zu können. Im Kreise der Familie gab es dann noch ein Abendessen und auch an diesem Tag sind wir alle recht früh zu Bett gegangen. Und ich war wirklich happy, hier ein wenig mithelfen zu dürfen!


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