Auf dem Padasterjochhaus im Juni 2025

Tag 1: Anreise und Aufstieg zur Hütte

Start gleich nach der Arbeit mit meinem ehemaligen Boss Richtung Brenner. Verkehrsmässig hat es schon lange nicht mehr so gut geklappt. Ohne Stau oder Umleitungen bis zum Parkplatz in Trins. Auf der Homepage hatte die Gemeinde noch angedroht, Gebühren für das Parken zu verlangen. Aber an meinem Stammparkplatz war noch kein Automat und auch kein Schild angebracht.

Bei durchwachsenem Wetter haben wir den Aufstieg zur Hütte in Angriff genommen. Kurz nach der „berüchtigten Wiese“ hat uns dann der Regen eingeholt. Zum Glück nur ein kurzer Schauer und kein Gewitter! An diesem Tag hatten andere Wanderer nicht unser Dusel. Nach ca. 2 Stunden (wir werden immer langsamer) haben wir die Hütte erreicht, wo wir schon bald darauf unser Abendessen (Bergsteigeressen – Schinkennudeln) und später noch einen gemeinsamen Kaiserschmarrn verspeist haben. Niemand macht so gute Schinkennudeln wie der Hüttenwirt Paul. Und auch der Kaiserschmarrn ist sehr bekannt über die Region hinaus.

Tag: 2: Harte Rundtour

An diesem Tag habe ich meine sogenannte Trainingstour (für meinen geplanten Alpencross), natürlich bei bestem Wetter und leider sehr hohen Temperaturen unternommen. Von der Hütte bin ich erst zum ersten und auch letzten Gipfel, der Kesselspitze gewandert. Diese hatte ich auf bekannten Pfaden sehr schnell erreicht.

Nach einer kurzen Pause ging’s an den Abstieg zum Kalbenjoch. Bis dahin hatte ich nur sehr wenige Wanderer getroffen. Meistens Einheimische, die das gute Wetter und die wenigen Touristen ausnutzen. Nach dem Kalbenjoch weiter zum Serlesjöchl. Zeit für die Serles hatte ich leider nicht, das wäre allerdings des Guten zu viel gewesen. Danach Abstieg zum Gasthof Wildeben. Dieser war leider geschlossen, also weiter auf einem meiner Ansicht nicht sehr oft begangenen Steig runter zum Seibach.

Kurz darauf war mir der Weg auch wieder bekannt. Hier bin ich vor einigen Jahren auf einer anderen Tour kurz vor der Kesselspitze runtergekommen. Weiterer Abstieg und queren bis ins Pinnistal. Öder Aufsteig auf dem Fahrweg im Pinnistal zur Issenangeralm. Hier war zum Glück geöffnet. Ich konnte meinen Wasservorrat auffüllen, eine gute Kasknödelsumme essen und 2 Radler trinken. Nach der knapp einstündigen Rast habe ich mich dann gestärkt auf die letzten Höhenmeter der Tour gemacht.

Es waren noch gute 1100 Höhenmeter. Und das in der Nachmittagshitze. Und die hatten es in sich! Lag es an den beiden Radler, meiner Kondition oder einfach nur an der Hitze. Oder vielleicht aus einer Kombination aus Allem? Ich habe mir jedenfalls an der sonnenzugewandten Seite einen schönen Sonnenbrand eingefangen. Der Rohrauersteig wurde vor ein paar Jahren neu angelegt (in einem Abschnitt). Auf meiner Karte ist noch der alte Weg eingezeichnet.

Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich dann endlich den letzten Abzweig vor der Hammerscharte erreicht. Von hier sind es nur noch wenige Höhenmeter bis dorthin. Und dann nur noch den Berg runter bis zur Hütte. Zu allem Überfluss ist mir am Abzweig an der Ruhebank (die hatten vor 3 Jahren meine Kollegen montiert) das Wasser ausgegangen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber zum Glück war es dann nicht mehr weit zum Ziel und zur Essens- und Getränkeversorgung. Nach knapp 9 Stunden, jeweils 2200 Höhenmetern und 22 km war es dann soweit.

Ich kann gar nicht schreiben, welche Mengen an Wasser, Radler und Bier (alkoholfrei und alkoholisch) ich an diesem Tag zu mir genommen habe. Jedenfalls habe ich die Toilette nicht sehr oft aufsuchen müssen. Den Tag haben wir dann bei einem gemütlichen Abendessen und einem guten Gespräch mit dem Hüttenwirtspaar ausklingen lassen.

Bei dem Gespräch kam dann der Klimawandel zum Gespräch mit den Auswirkungen, der dieser bewirken wird. Eine Woche später sind dann mehrere Muren im hinteren Gschnitztal runter gekommen, haben etliche Häuser beschädigt bzw. zerstört und nur durch Zufall und auch Glück kam kein Mensch zu Schaden.

Tag 3: Padasterkogel, Abstieg und Heimfahrt

Am wieder herrlichen Morgen des Tages bin ich noch schnell vor dem Frühstück auf den Hausberg der Hütte gelaufen, und zwar dem Padasterkogel. Totale Ruhe und schöne Aussicht, auf gleichem Weg wieder zurück. Nach dem Frühstück Abstieg ins Tag. Und zwar ganz gemütlich auf dem Fahrweg.

Danach auch wieder Staufrei nach Hause. Zuerst noch den Bruno zu Hause abgeben und dann die restlichen 50 km zu meinem Heim. Akku war fast leer. Nur noch 5% und Restreichweite 26 km. Dieses Mal hatte ich es ganz schön ausgereizt. Aber man kann mit einem E-Auto doch über 400km ohne Laden fahren. Allerdings habe ich die letzten paar km im Windschatten eines Lkw hinter mich gebracht.


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