ungefähr 24,5 km in 8,5 Stunden, 1590 HM rauf und 1475 HM wieder runter

Erst heute morgen wurde mir so richtig bewusst, was für einen schönen Zeltplatz diese Nacht hatte. Hinter mir der Abgrund, Blick zur Kirche und irgendwann nachts ging ein Licht an und ich dachte das wäre der Vollmond. Und auch eine Toilette mit fließend Wasser gab’s. Da ist der heutige Platz schon um einiges schlechter.


Wollte schon direkt am Pass das Zelt aufschlagen, aber da stehen 2 Hütten. Es war zwar niemand da, aber man muss es nicht herausfordern. Zuerst wollte ich noch bis ins rifugio laufen. Aber das habe ich auch bleiben lassen. Bis jetzt habe ich noch keinen Unterschlupf gefunden der offen war.


Aber noch ein paar Sätze zum heutigen Tag. Die Nacht habe ich gut geschlafen. Allerdings sind immer mal ein paar Tiere ums Zelt geschlichen. Die Wege waren größtenteils gut. Im Tal habe ich gleich mein Wasser aufgefüllt, damit vor dem kommenden Anstieg genug Flüssigkeit zur Verfügung stand.


Die Variante mit dem alpinen Touch habe ich ausgelassen und bin auf dem Hauptweg geblieben. Nur zum Abstieg nach londrino habe ich leider die Variante genommen. War ein beschissener Weg. Ursprünglich wollte ich in dem Ort übernachten. Aber der auf der Karte eingezeichnete Campingplatz war nur ein Stellplatz für Wohnmobile. Einfaches Reisen wird immer schwieriger. Also doch wieder wilden Camper spielen.


Ich war zwar schon gegen 14 Uhr im Ort. Aber ein Lokal das auch noch offen hat ist auch hier schwer zu finden. Also wieder Tütenfutter am Kinderspielplatz, denn dort gab’s auch eine Sitz-Gelegenheit u und Wasser. Das wichtigste Lebensmittel. Ich bin unheimlich froh, einen zweiten Trinkschlauch dabei zu haben. Mit einem einzigen hätte ich jetzt schon Probleme bekommen.


Nach der ausgiebigen Rast und gut ausgeruht ging es hinauf zum Passo auf einem ganz neuen Wanderweg. War nicht auf meinen Karten eingezeichnet. Aber Schluss für heute. Gut Nacht.