Tag 7: Rifugio T. Secchi zum Rifugio Lissone 

20,15 km, 9 ¼ Stunden, 1350 HM rauf, 1700 HM runter

Heute schreibe ich das erste Mal wieder einmal mit meinen Wundertablet. Es wurde auch Zeit, dass ich wieder rauskomme. Der Tag war zwar unheimlich anstrengend, meine Füsse tun mit weh und müde bin ich auch dazu.

Das Wetter war schon sehr viel besser. Aber die Temperaturen sind so gar nicht sommerlich. Bereits um 6.30 Uhr habe ich mich heute auf den Weg gemacht, da die Wanderzeit mit fast 11 Stunden angegeben war. Es ist noch ein Pärchen vor mir aufgebrochen. Zeitgleich mit mir mein neuer amerikanischer Freund aus Arizona mit seinem Guide (denke ich dass er es ist).

Ob das Pärchen jemals an der Hütte ankommen wird, glaube ich fast nicht. Denn ich bin mindestens ein halbes Stunde nach ihnen aufgebrochen, und nach der ersten Steigung habe ich die beiden bereits überholt. Schauten die ganze Zeit aufs Smartphone, kamen anscheinend mit der Markierung nicht klar. An dieser Stelle hatte ich auch ein paar Probleme. Aber ich bin sicher an der Hütte angekommen.

Eigentlich musste man nur nach der roten Markierung schauen und auch nach dem Sestriere 1 folgen. War dann nicht mehr allzu schwierig. Der Weg war grösstenteils einfach zu laufen. Allerdings war es von dem vielen Regen doch noch sehr feucht. Kurt vor dem gemeinen Anstieg zum Rifugio Maria e Franco wäre ich fast noch von einem Stein erschlagen worden. Ich hatte schon fast vermutet, dass der Tail Runner vor mir dafür verantwortlich war. Aber dem war nicht so, 2 andere waren dafür verantwortlich. So was kann sehr dumm ausgehen.

An der Hütte hatte ich nur eine kurze Rast. Ein Viertel Roten mit einem Stück Schokokuchen. Für Pasta war ich noch zu früh dran. Nach der kurzen Rast weiter auf dem S1. Und nun kamen mir ganze Menschenmassen entgegen. Wenn die alle in der Hütte übernachten wollen, dann wird es ganz schön kuschelig. Die Hütte übrigens wird nur per Helikopter versorgt. Hat einen Wasser- und einen Gastank oben stehen. Und es gibt leider Oettinger Bier!!!!! Vielleicht war das der Grund, hier nicht zu übernachten.

Ich habe dann immer gewartet, bis der technische schwierige Teil der Strecke kommen wird. Und er kam auch dann. Erst ein gesalzenem Anstieg um 2 Wasserfälle herum, und dann noch weiter rauf zu alten Wällen aus dem 1. Weltkrieg. Und der Abstieg zur Hütte hatte es dann noch gewaltig in sich. Der war nämlich total steil und zum Abschluss waren noch ein paar Bäche zu überqueren. Das war aber nur mit Seilunterstützung möglich. 

Aber ich bin dann glücklich in der Hütte angekommen, hatte mein Bier und warte jetzt auf mein Abendessen. Leider gibt es auch hier wieder Polenta. Wenn diese Tour vorbei ist, kann ich bestimmt keine Polenta mehr sehen….. 


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