Tag 8: Rifugio Lissone zum Rifugio Gnutti

Nicht einmal 12 km in 7 ½ Stunden, 1350 HM rauf, 1190 HM runter 

Im Vergleich zum Vortag ein kurzer Tag. Aber nicht minder anstrengend. Gestern Abend hatte ich noch ein nettes Gespräch mit meinem Tischnachbarn. Auf Deutsch! Ein Südtiroler aus Brixen. Er hat einfach noch einen Tag rangehängt. Recht hat er!

Aufbruch nach dem Frühstück um 7. Erst einfach und leicht ansteigend bis zum Rifugio Adams. Aber kurz danach gleich sehr steil ansteigend zum Pass. Unterwegs habe ich dann die ersten Steinböcke gesehen. Die gibt es sogar in Italien! Aber da war ich noch nicht am Pass oben angekommen. Den gestrigen Tag habe ich noch in den Beinen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit bin ich dann endlich oben angekommen. Der Abstieg war auch nicht weniger anstrengend. Und steil dazu. Und sehr viel Boulder hopping. Das ist mir ganz schön in die Knie gegangen. Die Beweglichkeit lässt leider mit dem Alter immer mehr nach. Als ich unten an der Hütte angekommen bin, habe ich kurz überlegt, einzukehren. Aber ich war wieder zu früh dran.

Daher bin ich noch ungefähr 200 m aufgestiegen und habe dann mein Lunch vertilgt. Die Pause war dringend nötig, denn gefühlt war dieser Anstieg noch anstrengender. Irgendwie noch steiler, more boulder hopping (ich finde das passende deutsche Wort nicht). Aber es lag wahrscheinlich auch daran, dass ich mit meinen Kräften so ziemlich am Ende war.

Aber mit den letzten Kräften bin ich dann am Passo Miller angekommen und hatte dann auch schon die Hütte in Sicht. Aber leider war auch der Abstieg wieder steil und noch mehr Boulder hopping. An der Hütte angekommen, gab es gleich ein Aufbau-Bier, danach Katzenwäsche und ein paar Klamotten waschen. 

Jetzt sitze ich hier in der warmen Stube und schreibe diese Zeilen und warte auf das Abendessen. Es ist immer noch wahnsinnig kühl. Bin gespannt, wann es nochmal wärmer wird.


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