Tag 14: Naturns zur Lodnerhütte 

16,8 km in 6 Stunden, 1930m Aufstieg und 245m Abstieg 

Diese Nacht werde ich wahrscheinlich so schnell nicht mehr vergessen. Am Sportplatz war Party bis vier Uhr morgens. Gefühlt habe ich wegen des Lärms, der aus Musik, Gequatsche, grölen und leider auch Auto poser kein Auge zugemacht.

Trotzdem habe ich mich schon kurz vor 6 aus meinem Schlafsack gequält, das Zelt (welches zum Glück trocken war) abgebaut und mich auf den Weg gemacht, um der Hitze wenigstens einigermaßen zu entkommen. Es war bereits um diese Zeit recht warm. Nach einer Tasse Tee mit ein paar Keksen habe ich mich an den schweißtreibenden Anstieg gemacht.

Irgendwie war ich total von der Rolle. Entweder lag es an durchzechten Nacht gestern oder es sind Auswirkungen von der Zecke vor ein paar Tagen. Wenn dem so wäre, wäre die Tour beendet. Aber ich habe mich vorerst weiter durchgekämpft oder besser gesagt hochgekämpft. Anfangs durch Obstgärten, Weinanbaugebiete immer weiter hoch, bis ich zum Glück teils im Schatten den Meraner Höhenweg mit Seilbahnzugang erreicht habe.

Danach führte der gut ausgebaute Weg zum Rifugio Nassereith, an dem eine kurze Trinkpause eingelegt habe. Danach begann der härteste Teil. Die restlichen Höhenmeter fast immer in der unbarmherzigen Mittagssonne. Es gab entlang der Route 2 Trinkmöglichkeiten, von denen ich reichlich in Anspruch genommen habe.

Es waren heute sehr viele Leute unterwegs. Kein Wunder, es ist Sonntag und im Tal hat es mehr als 30 Grad Hitze. Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich dann endlich die Hütte erreicht. War aber nicht die Hütte, sondern nur die Zielalm. Also nochmal ein paar Meter weiter und zum Schluss noch ein steiler Anstieg zur Hütte.

Für morgen lasse ich mich einfach überraschen. Essen hier war gut und für mich eigentlich zu viel. Aber warum muss man Spaghetti mit Tomatensoße als Vorspeise und nachher noch ein Gulasch vertilgen?


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