Tag 15: Lodnerhütte zum Rauhjoch Biwak 

18,2 km in knappen 8 Stunden, 1730m Aufstieg und 1275m Abstieg 

Das war heute wieder mal ein sehr anstrengender Tag. Es war nicht ganz so heiß wie am Vortag, jedenfalls gefühlt. Es war den ganzen Tag wolkig und auch etwas windig. Außerdem habe ich mich immer über 2000m bewegt.

Anfangs doch relativ gemütlicher Anstieg zur Johannisscharte. Nur das letzte Stück war Recht steil. Der Abstieg auf der anderen Seite war mehr als unangenehm. Mit Ketten (typisch Italien) gesichert und dazu noch Tritte. Aber das hat ganz gut geklappt. Nach einem kurzen Abstieg wieder Anstieg, und zwar zur Stettiner Hütte.

Damit hätte ich mein Tagesziel bereits gegen 10 Uhr erreicht gehabt. Die Hütte schaut mir aber schon Mal eine Nummer zu groß und zu futuristisch aus. Das wäre der totale Stilbruch im Gegensatz zu allen anderen Hütten vorher gewesen. Ich weiß auch nicht wie Kompott für die 5km eine Zeit von 10 Stunden angeben kann. Ich habe jedenfalls nicht einmal 3 Stunden gebraucht.

Da ich gestern bereits vor geplant hatte, war ich daher gut vorbereitet und bin weiter Richtung Biwak gewandert. Zuerst auf der Touristenautobahn, dem Meraner Höhenweg, den ich dann alsbald verlassen habe und auf dem Gletscher bzw. Tiroler Höhenweg weiter gefolgt bin. Man könnte meinen, daß man auf einem Höhenweg nicht zu viele Höhenmeter macht, aber es ging immer rauf und runter.

Ich habe dann aber noch mehr Höhenmeter gemacht, denn ich bin zur Schneidalm abgestiegen, wo ich ganz leckere Spinat- und Pfifferlingknödel gegessen habt. Gut gestärkt habe ich mich dann auf dei restlichen 2 ½ Stunden zum Biwak gemacht.

Wobei sich der Weg unheimlich in die Länge gezogen hat. Erst ging es steil bergauf, um auf die Hauptroute zu gelangen. Dann eine Weile den Hang entlang, bis der letzte große Anstieg auf nicht wartete. Ich hatte schon das Gefühle, das Biwak nie zu erreichen. Aber nach einer letzten Biegung stand ich dann auf einmal vor dem futuristischen Gebilde. Ungewöhnliche Kiste. Und später kamen dann noch die Ziegen und rieben sich die Hörner an den Seilen, sodass sogar das Biwak wackelte. Gut Nacht.


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