Tag 16: Rauhjoch Biwak zur Schneeberghütte

19,6 km in etwas mehr als 7 Stunden, 1175 HM rauf und 1400 HM runter 

Heute habe ich mir das Leben selber schwer gemacht. Aber gestern war in der Gegend noch der Bär los! Suche nach 2 Vermissten. Und das am Berg hinter dem Biwak. Ab 21 Uhr Hubschrauber mit Scheinwerfer und später dann noch Suchmannschaften natürlich auch mit Licht. Und durch die Lichtkuppel war es immer hell im Biwak. Ich erlebe hier ganz schön was. Nicht nur im Positiven. Bleibt zu hoffen, dass den beiden nichts passiert ist. Um kurz vor 2 Uhr morgens wurde dann die Suche ergibnislos abgebrochen.

Der nächste Morgen war wieder super. Sonnenaufgang am Biwak. Und auch aus dem Klo hat man eine super Aussicht. Aber nun zum Leben schwer machen. Der Aufstieg zum Rauhjoch war eigentlich kein Problem. Aber entweder habe ich den Abzweig zum Tiroler Höhenweg verpasst oder aufgrund der noch tiefstehenden Sonne nicht gesehen. Jedenfalls am Gipfel endete der Weg. Und da habe ich den großen Nachteil von Online-Karten über die App festgestellt. Keine klare Auflösung. Es war für mich nicht ersichtlich, ob der Weg vorher schon abgezweigt ist. Hier jetzt an der Hütte habe ich gesehen, dass der 44er schon etliche m vorher abzweigt.

Am Gipfel war ich total unentschlossen. Aber da ich ein paar Trittspuren zum nächsten Noch gefunden habe, habe ich mich entschlossen, diesem Weg zu folgen. Das hat so gar keinen Spaß gemacht. Abstieg steil nur über Schotter. Teilweise bin ich auf dem Hintern runtergerutscht. Dementsprechend voll waren meine Stiefel mit Steinen, Geröll und Sand. Aber ich bin glücklich unten angekommen und bin dann dem 44er auf einfachem Pfaden bis zur Straße am Timmelsnoch gefolgt.

Hier bin ich leider auf den E5 gestoßen. In der Einkehr dort habe ich eine Neuseeländerin getroffen. Sie ist seit 10 Jahren hier und unterricht Englisch. Kann ich nicht verstehen, dass man so ein herrliches Land verlassen kann und in diesem unseren …… Land zu leben. Nach dem Lunch habe ich mich wieder auf den Weg gemacht und zwar nochmals auf dem E5 für ein paar km. Aber anders ging’s halt nicht.

Aber der Leidensweg war bald vorbei. Und dann begann der Aufstieg zur Hütte. Anfangs etwas stärker ansteigend, dann später relativ eben. Waren eben nur noch 500 Höhenmeter. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass hier in der Gegend von vielen Jahren Bergbau betrieben wurde. Und das auf über 2000m!

Der letzte Anstieg zur Hütte was sehr schweisstreibend und das Bier redlich verdient. Die Hütte ist relativ groß, sodaß ich mich sogleich im falschen Schlaflager einqaurtiert hatte. Aber der Fehler war schnell bemerkt und ich habe mich umquartiert. Heute Abend gibt’s endlich einmal Schluzkrapfen. Freu mich schon darauf. Und dann wirds wieder Zeit fürs Bett. Muss wieder etwas Schlaf nachholen. 


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