Tag 17: Schneeberghütte nach Pflersch 

26,8 km in 9 Stunden, 1500m rauf und 2330m runter 

Zum Schreiben habe ich nach diesem Tag leider keine Energie mehr. Muss daher bis morgen warten. Da habe ich hoffentlich mehr Zeit.

Am gestrigen Abend nach dem Hosenwechsel habe ich noch mit Erstaunen feststellen müssen, daß ich mir beim Abstieg leider noch die Arschbacken aufgerissen habe. Total verkrustet. Aber wenigstens bin ich heil runter gekommen. War im Nachhinein gesehen und was ich heute wieder erfahren habe, sehr leichtsinnig.

Wenn man die Zeilen nicht am gleichen Tag schreibt, ist es doch schwierig, alles wieder in Erinnerung zu bringen. Der Tag jedenfalls war unglaublich anstrengend. Dazu kam, daß ich auch noch eine Magen- oder/ und Darmverstimmung hatte. Vorgenommen hatte ich mir einen gemütlichen Wandertag mit offenem Ende bezüglich Übernachtung. Aber kam alles anders.

Erst habe ich mich ein wenig verlaufen. Zu viele Wege beim Bergwerk. Aber nach einer kleinen Ehrenrunde bin ich wieder glücklich auf dem richtigen Weg angekommen. Nach dem ersten Aufstieg runter Richtung Maiern. Erste kurze Rast an der Poschalm. Bis jetzt alles nach Plan. Ganz locker. Dann weiterer Abstieg ins Tal bis zur Stadlalm. Immer noch nach Plan.

Nach der geruhsamen Rast mit Nudelsuppe (für den geplagten Magen) weiterer Abstieg bis zum Bergwerkmuseum. Dann erfolgte der schweißtreibende Anstieg in der Nachmittagshitze zur Prischer Alpe. Und genau hier habe ich mich überreden lassen, bis nach Pflersch weiter zu gehen. Nach dem Motto du schaffst das locker. Bis zur Maurer Scharte hat’s auch ganz gut geklappt.

Aber irgendwann lässt die Kraft und Konzentration doch nach. Und von der Scharte bis ins Tal waren es doch ungefähr 1300 HM. Last but not least hab ich’s geschafft. Total kaputt habe ich ein (sehr teures) Hotel gefunden. Auswahl war nicht zu groß. Hier habe ich noch (sehr gut) zu Abend gegessen und bin dann bald im Bett verschwunden. Und mein Magen und Darm haben mir weiterhin Probleme gemacht.


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