Der Nord Süd Trail 

Anreise 

Es sind nun nur noch ein paar Tage, dann geht’ endlich los. Der Rucksack ist zwar noch nicht gepackt, aber alles ist bereits hergerichtet. Den letzten Arbeitstag habe ich nun auch hinter mir. Also sollte ich genügend Zeit haben, die lange und anstrengende Wanderung in Angriff zu nehmen.

Es ist nun endlich so weit. Meine lange Reise hat begonnen. Wie bin ich auf diesen Trail gekommen? Eigentlich weiß ich es nicht mehr so genau. Ich habe schon vor ein paar Jahren nach einem Weg durch Deutschland gesucht. Und bin irgendwann fündig geworden. Nach meinem langen Weg durch Neuseeland auf dem TA und alternativen Routen habe ich die Freude des Fernwanderns für mich entdeckt.

Jetzt noch ein paar Zeilen zu meinem Namen “the crazy tramper” auf FindPenguins. Ich hatte vor Jahren einmal eine Kollegin, die nannte mich immer Chris crazy. Aber der crazy tramper stammt von mehreren Wanderern die ich auf meinem TA in Neuseeland getroffen habe. Die nannten mich sehr häufig “the crazy German”, da ich alleine unterwegs war, dazu auf der Südinsel gestartet bin und in der umgekehrten Richtung (von Süd nach Nord) und dazu noch ab Tekapo auf einem ganz anderen Trail in Richtung Westküste. Ich habe den Namen dann nur noch auf den crazy tramper abgewandelt.

Und noch ein ganz wichtiges Ziel habe ich mir vorgenommen. In der ganzen Zeit will ich kein Internet nutzen. Außer natürlich um in Kontakt mit Familie und Freunden zu bleiben, sowie selbstverständlich Fotos und ein paar Zeilen auf FindPenguins und auf meiner Homepage zu erstellen. Also keine Nachrichten von Spiegel online, Süddeutsche etc. Ausnahme ist nur noch der Wetterbericht. ?

Ein weiterer wichtiger Punkt zum Weitwandern für mich ist, daß man alles auf das wichtige reduziert. Wichtig sind natürlich Essen und Trinken, ein guter Platz zum Übernachten und das Wetter spielt natürlich auch eine wichtige Rolle. Viele andere Sachen sind dann relativ unwichtig…da sollte sich dann jeder selbst ein Bild dazu machen.

Nach etwas mehr als 12 Stunden habe ich die Anreise doch noch zu einem glücklichen Ende gebracht. Gut, daß ich eine lange Hose anhatte, denn das Warten auf den verspäteten Zug war am Bahnsteig doch relativ unangenehm. Mit einer halben Stunde Verspätung ging’s dann Richtung Hamburg. Dort dann Glück im Unglück. Die Stellwerkstörung bei Lüneburg passierte anscheinend nachdem unser Zug vorbei war. Dafür aber Chaos in Hamburg. Es fuhren auf einmal keine Züge mehr und etliche Verbindungen wurden sogar ersatzlos gestrichen. Ich bin dann einfach in den nächsten Zug Richtung Norden, in Elmshorn dann umgestiegen und schließlich kurz nach 18 Uhr in List bei der Jugendherberge angekommen.

Morgen geht’s dann endlich los auf den langen Weg zum Haldenwanger Eck.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert