Auf diversen Wegen – Lahn-Dill-Bergland-Pfad, Westerwaldsteig und Natursteig Sieg
Tag 51: Niederscheld zur NST Hütte Tempelchen. Auf dem Lahn Dill Bergland Pfad nach Herborn. Kaum jemanden getroffen. Wetter wechselhaft wie immer. Langsam verliere ich die Lust. Zum Glück schlafe ich meist trocken in den NST Hütten – Ausnahmen bestätigen die Regel. Nach Herborn hat mich wieder einmal ein heftiger Schauer erwischt. Aber dann trocken bis Uckersdorf. Beim Bäcker habe ich dann noch etliche Sachen geschenkt bekommen, ich habe anscheinend so hungrig ausgesehen. An der Hütte traf ich dann noch jemand ganz unerwartet. Er hat mich allerdings auch nicht erwartet. Ein Deutsch Amerikaner namens Klaus Dieter. Er hat schlechter deutsch gesprochen als ich englisch.




Tag 52: Tempelchen zur NST Hütte bei Rennerod. Frühstück in Breitscheid. Auch wieder nette und freundliche Leute hier. Aber hier bin ich in der Provinz. Wieder einmal treffe ich außer dem Standard keine anderen Menschen. Aus Mangel an Einkehrmöglichkeiten ging ich zum Campingplatz am Krombach Stausee. Die verlangen mittlerweile 4€ Eintritt für den Platz. Verrückte Welt. Ich bin übrigens kostenlos rein gekommen, da ich nur essen wollte.




Tag 53: Rennerod zum Campingplatz in Stahlhofen. Heute war mehr oder weniger ein fauler Tag. Nur etwas mehr als 20 km. Durch den Wind war es heute unheimlich herbstlich. Und das im Hochsommer. Zum Laufen nicht schlecht, aber die Pausen muss man kurz halten um nicht zu frieren. Den Zeltplatz habe ich bereits kurz nach 14 Uhr erreicht und habe die meiste Zeit dann beim Holländer verbracht. Essen, trinken, lesen und faul sein. ?




Tag 54: Stahlhofen nach Alpenrod. Kein Tag ohne Regen. Das Wetter in diesem Jahr ist bis jetzt fürchterlich. Besonders wenn man jeden Tag draußen unterwegs ist. Heute bin ich relativ spät aufgebrochen und hatte keinen Plan wo ich übernachte. Trail angel haben Baustelle, Alpenroder Hütte hat zu. Also bin ich einfach los und dann doch in der Nähe der Hütte gelandet, an einem schönen Campingspot.




Tag 55: Alpenrod zum Wetterhäuschen. Ich bin leider schneller als ich vorhabe. Aber bei dem herbstlichen Wetter kann man nirgends ausgiebig Rast machen. Kaum sitzt man, da friert es einen schon fast wieder. Dazu kommt die deutsche Gastronomie. Montag bis Donnerstag meistens Ruhetag. Und dann noch wahnsinnig teuer. So wie heute Mittag in Hachenburg. In der Stadtmitte herrschten deutsche Verhältnisse und ich bin zwangsläufig beim Italiener gelandet. War der einzige am Platz, der kurz vor 14 Uhr noch offen hatte. Mittlerweile bin ich an meiner Hütte eingetroffen, trockne mein Zelt und werde mich bald zur Ruhe begeben.




Tag 56: Wetterhäuschen nach Marienthal. Wieder ein kurzer Tag. Bin in Marienthal hängen geblieben. Irgendwie gefallen mir die Eigentümer hier. Das nachmittägliche Essen war sehr gut und eine richtige hiker portion. Und nach langem Überlegen habe ich entschieden, hier die Nacht zu verbringen. Bis zum half way point sind es nur noch etwas mehr als 40 km, sind also in 2 Tagen locker zu schaffen.


Tag 57: Marienthal zur NST Hütte Herchen. Erstmal ausgiebigen und spätes Frühstück. Danach ging’s auf die letzten km des Westerwaldsteig. Aber nicht ohne einen Regenguss. Der Verbindungsweg zum Natursteig Sieg war teils einfach nur fürchterlich. Erst verlaufen und dann dabei noch jede Menge Zecken eingesammelt. Der Natursteig Sieg nimmt auch noch ziemlich jede Anhöhe mit, aber auf tollen Pfaden. In Herchen war ich der einzige Gast im Biergarten. Hier klappt man die Gehsteige bereits um 18 Uhr hoch.


Tag 58: Herchen zum half way point. Fruchtbares Wetter. Seit gestern Abend Dauerregen, der noch bis in den Nachmittag anhielt. Zum Glück war mein Wandertag sehr kurz und kurz vor 12 war ich am half way point. Der Waldschrat hat mich schon erwartet und weil’s so kalt war, haben wir erstmal Tee getrunken. Später traf dann noch der Adler1316 und DüsselSieg hier ein. Später gab’s gegrilltes in reichlicher Menge für einen hungrigen hiker. Und Bier in Massen. Nach vielen und langen Gesprächen verabschiedeten sich die beiden letztgenannten. Wir zwei verbliebenen tranken noch jeder ein Bier und verschwanden dann in den Schlafsack.



Tag 59: half way point zur NST Hütte am Stachelberg. Der Morgen war hart. Eines der Biere war schlecht, wahrscheinlich das alkoholfreie. Nach dem Aufräumen habe ich mich dann verabschiedet und auf den Trail begeben. Heute war das Wetter gut, kein Regen. Dafür waren die Wege sehr nass und matschig. Richtige Rast machte ich dann in Blankenberg im Weincafé. Danach ging’s dann nur noch ein paar km zu der nächsten Hütte.





Tag 60: NST Hütte am Stachelberg nach Siegburg. Das war heute wieder einmal ein kurzer Tag. Gerade etwas mehr als 20 km. Aber am Morgen hatte ich heute eine große Überraschung. Real Trail magic. Am Vorabend hatte ich mich noch mit einer Frau unterhalten. Sie kümmert sich um Versorgung von Wanderer im nächsten Ort mit Kaffee, Gebäck und Wasser gegen eine kleine Spende. Für mich hatte sie ein richtiges schönes Frühstück vorbereitet. Super nett und vielen Dank auch auf diesem Weg. Gut gestärkt ging es im stetigen auf und ab bis nach Siegburg, wo mich Michael abholt und ich den Rest des Tages mit ihm und seiner Frau Petra (mit viel und gutem Essen) verbringen durfte.



