Tag 3: Wadendorf – Aufseß – Hochstahl

Ca. 22 km – 6 ½ Stunden

Der anstrengendste Tag bis dahin. Jedenfalls für die Leber. Ich war nicht richtig darauf vorbereitet. Vier Brauereien an einem Tag. Auf 2 war ich vorbereitet! Die waren eingeplant – eine zum Mittagessen und die andere zur Übernachtung. Aber ich habe nicht gewusst, dass ich einen Teil vom Brauereiweg laufe!

Von Wadendorf habe ich natürlich wieder irgendwie zum Fränkischen Gebirgsweg kommen müssen. Ich habe mich für den Weg durch die Ortschaften entlang der Wiesent entschieden. Nur Nebenstraßen und wenig Verkehr. Ab Moggendorf habe ich  mich nach Westen orientiert und bin dann bald darauf auf „meinen“ Weg gekommen. Das Wetter wurde auch langsam besser und hin und wieder hat sich dann auch die Sonne blicken lassen.

Schon kurz darauf habe ich die Ortschaft Sachsendorf erreicht, wo ich zu meinem Schrecken feststellen musste, dass ich mich nun (wenigstens teilweise) auf einem Brauereieinweg befand und hier im Ort die erste Brauerei war. Fast zu früh für ein Bier. Ich habe mich dennoch für eines entschieden und es nicht bereut. Nette Gastgeber und ein gutes Bier.

Nach der kurzen ungeplanten Rast bin ich wieder Richtung Aufseß aufgebrochen. Erst über Hügel und Wald, später entlang eines mir nicht bekannten Baches (es war die Aufseß) durch ein schönes Tal und dann hinauf zur ersten Burg in Aufseß. Mittlerweile war ich schon hungrig und habe mich auf die Rast in der Brauereigaststätte in Aufseß gefreut.

Diese war für die Gegend allerdings nicht so sonderlich originell, alles schon auf neu getrimmt, wahrscheinlich erst vor kurzem umgebaut. Essen war aber gut. Aber ein Wanderer ist immer hungrig! Nach der Rast habe ich mich wieder auf den Weg gemacht. Erstmal zur zweiten Burg in Aufseß. Danach zu meinem Endpunkt für den Tag nach Hochstahl (natürlich zu einer Brauerei).

Aber zu meiner (positiven) Überraschung führte mich mein Weg (durch Heckenhof) noch direkt durch den Hof einer anderen Brauerei. Ich war schon etwas schockiert, als ich den Tankanhänger mit der Aufschrift „Tucher“ gesehen habe. Dachte an ein Außenlager. Bei der Gaststätte wird derzeit nur der Außenbereich genutzt. Dieser ist lt. Internetseite (www.kathibraeu.de) sogar jetzt im Spätherbst noch geöffnet.

Das Bier war sehr lecker und habe mich doch ein wenig geärgert, dass ich meine Mittagspause nicht in diesem originellen Gasthaus eingelegt habe. Ich hatte außerdem noch einen sonnigen Platz ergattert und mein Bier in der Nachmittagssonne genießen können. Nach der viel zu kurzen Rast habe ich mich dann auf den Weg zu meinem Nachtquartier gemacht.

Diese Gaststätte ist jetzt leider nur noch eine Übernachtungspension mit einem Stellplatz für Camper. Schade eigentlich, aber ich kann die Eigentümer verstehen. Sind meines Erachtens zu alt um beides zu stemmen und die Kinder wollen anscheinend nicht. An diesem Abend habe ich mit zwei Männern aus dem Norden unserer Republik noch etliche Biere (wollte nicht so viel trinken) getrunken und jede Menge gequatscht. Relativ spät am Abend bin ich dann ins Bett gewankt und habe meinen „Rausch“ ausgeschlafen.

Etwas schreckliches ist mir hier im Fränkischen noch aufgefallen. Viele Gaststätten haben geschlossen oder nur noch reduzierte Öffnungszeiten. Für Wanderer nicht sehr schön, da auf Essen, Trinken und Übernachtung nahe am Wanderweg angewiesen. Dafür gibt es allerdings sehr häufig Getränkeautomaten……….


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