Tag 5: Hollenberg – Pegnitz – Büchenbach – Leups – Trockau

Ca. 19 km – 6 ¼ Stunden

Nach der langen Nacht im Zelt war ich so richtig ausgeschlafen. Obwohl es sich hier um einen (offiziellen) Wildcampingplatz handelte, war nichts ausgezeichnet und nichts an dem Gelände ersichtlich. Die nächste Ortschaft (Hollenberg) war nicht sehr weit entfernt, schätzungsweise nicht mal 500m. Aber außer etwas Hundegebell habe ich die ganze Nacht nichts gehört!

Etwas hungrig bin ich dann erst nach Hollenberg aufgebrochen. Auch hier gibt es einen Getränkeautomaten und zu meiner Überraschung eine Bergstation mit Ausschank. War aber um diese Zeit geschlossen. Daher habe ich mich gleich auf den Weg nach Pegnitz gemacht. Der Wanderweg führte durch einen Wald den Berg hinauf an der Zwergenhöhle vorbei unter der Autobahn hindurch nach Pegnitz.

Ich hatte mich im Vorfeld aber bereits entschieden, den „Fränkischen Gebirgsweg“ zu verlassen und zurück nach Trockau zu laufen. Ich wollte noch eine Brauerei auf dem „Bierquellenwanderweg“ mitnehmen. Also bin ich von Pegnitz nach Norden abgebogen, über den höchsten Berg der Region, den „Kleinen Kulm – 626m“ nach Büchenbach. Dort war ich mehrere Jahrzehnte nicht mehr und habe mich wahnsinnig auf eine gute fränkische Brotzeit und dazu ein Bier gefreut.

Beim Eintreffen war meine Freude leider schnell verflogen. Gasthof öffnet erst um 16 Uhr, und das am Freitag. Aber ich bin dann nochmals um das Gebäude gelaufen zum Getränkemarkt mit Außen-Sitzbereich. Und hier kam ich zu meinem Bier und der Brotzeit. Und die Laune war gleich besser. Einfach gute fränkische Gastfreundschaft.

Da ich für meine Pension noch zu früh dran war, habe ich entschieden, einfach noch weiter dem Bierquellenwanderweg zu folgen und die nächste Brauerei auch noch zu besuchen. Eine knappe Stunde später war ich dann in Leups (meines Erachtens die beste Gaststätte und das beste Bier der Gegend) auf ein Bier und eine kleine Brotzeit. Die Welt war wieder in Ordnung.

Nach diesem kleinen Umweg bin ich dann über die Abkürzung der Bierquellenwanderung zu meinem Gastgeber nach Trockau gewandert. Fazit der Wanderwoche: Sollte man vielleicht bei besserem Wetter machen, aber darauf haben wir Menschen zum Glück keinen Einfluss. Diese Schleife konnte ich locken in 5 Tagen laufen. Bei einem Start im Norden besteht dann die Möglichkeit diesen Teil auszulassen. Irgendwann werde ich natürlich den Rest des Weges laufen – und zwar wieder mit Zelt, denn man weiß nie, ob man einen Gasthof findet, der geöffnet hat.

Fortsetzung folgt – und zwar in wenigen Tagen mit der „Bierquellenwanderung“.


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