Padasterjochhaus zum Dritten

30. und 31. Oktober 2021

Bei ungewöhnlich warmen Temperaturen erfolgte dieses Mal der Aufstieg über den „Adlerblick“ mit phantastischer Aussicht ins Gschnitztal zur Hütte. Leider hat es sich Nachmittags zugezogen, so dass die Sonne nicht mehr zu sehen war. An diesem Tag waren noch erstaunlich viele Wanderer und Biker unterwegs. Die wollten alle so wie ich das schöne Wetter noch ausnutzen vor dem langen Winter in den Bergen.

Ich war heute ziemlich geschafft, als ich an der Hütte ankam. Ich bin vielleicht anfangs zu schnell losgelaufen. In der Gondel (Notunterkunft) habe ich dann mein Abendessen gekocht – Tütenfutter mit heißem Wasser aufgegossen. Dazu einen guten Rotwein. Ich war allerdings ziemlich fertig, so dass ich relativ früh in den Schlafsack gekrochen bin. Das Wetter hat mich eh nicht zu einer Nachtwanderung eingeladen.

Dafür aber am nächsten Morgen! Klarer Himmel, relativ warm und kein Wind! Schon vor dem Morgengrauen habe ich mich zum Padasterkogel, ausgerüstet mit Stirnlampe aufgemacht. Hier oben habe ich es mir auf der Bank gemütlich gemacht. Es ist mir nicht mal kalt vorgekommen für die Höhe und den angehenden Winter. Der Sonnenaufgang war natürlich atemberaubend und ich war mehr als eine Stunde oben gesessen und habe natürlich auch die Ruhe und die Stille genossen. Die hat man nämlich in unserem Land nicht erst seit Corona nicht mehr.

Danach bin ich zurück zur Hütte, habe mein Zeug zusammengepackt und habe mich an den Abstieg gemacht. Ich war froh, diesen Ausflug noch gemacht zu haben, denn kurz darauf sind wegen der aktuellen Lage wieder Reisebeschränkungen eingeführt worden. Ich habe nämlich keine Lust, nur um mich etwas zu erholen irgendwelchen Formularkram anzutun.

Ich hoffe, dass sich die Lage dann wieder beruhigen wird, damit ich meine alljährliche Winterwanderung mit Schneeschuhen zur Hütte unternehmen kann. Falls nicht, bleibe ich eben wieder hier in f…… Germany!


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