Tag 6: Eck nach Regenhuette

25 km – 7 Std. 20 min., 1098 HM rauf und 1290 HM runter

Es ist irgendwie schon komisch, dass ich in Betten meist nicht sehr gut schlafe. Oder es liegt vielleicht generell an Hotelbetten! An diesem Tag standen die acht Eintausender an, die Königsetappe auf dem Goldsteig!

In der Reihenfolge: Mühlriegel (1080m), Ödriegel (1156m), Schwarzeck (1238m), Reischflecksattel (1126m), Heugstatt (1262m), Enzian (1287m), Kleiner Arber (1384m) und natürlich Großer Arber (1456m).

Aufbruch ca. 8.00 Uhr. Relativ spät für mich, aber Frühstück gab’s ab 7.30 Uhr. Das Wetter sollte heute ganz gut bleiben, obwohl die anderen Gäste im Gasthaus das Gegenteil gesagt hatten. Aber um es vorwegzunehmen – es hat den ganzen Tag nicht geregnet. Es war zwar wechselnd bewölkt, und hat des öfteren nach Regen ausgesehen. Es blieb aber trocken. Jedenfalls war diese Gegend mit den meisten Touris auf den Wegen. War allerdings auch ein Samstag!

Von Eck Anstieg zum Mühlriegel. Bereits hier wurde ich von einer Gruppe junger Wanderer eingeholt. Bin eben doch a bisserl älter. Von hier haben wir uns immer wieder gegenseitig überholt, bis wir uns an der Chamer Hütte aus den Augen verloren haben. Von jedem Gipfel jedenfalls herrliche Aussicht.

Der Weg war eigentlich fast immer ein Wanderweg, der allerdings selten richtig steil wurde. Um die Mittagszeit hatte ich dann die Chamer Hütte erreicht, und schon fast alle Gipfel überwunden. Es stand nur noch der große Arber an. An der Hütte habe ich mir einen Klassiker genehmigt und zwar Spaghetti Bolognese. Ich habe hier auch noch feststellen müssen, dass hier unser örtlicher Handballverein unterwegs ist. Aber von den jungen Leuten habe ich keinen einzigen gekannt. Mein Neffe war nämlich nicht dabei!

Zum großen Arber war der Weg zwar offiziell gesperrt, aber da die meisten Wanderer durchgelaufen sind, habe ich mich nach Rückfrage bei meinem Tischnachbar ebenfalls dazu entschieden. Den Gipfel hatte ich dann in knapp einer Stunde erreicht. Dieser war allerdings unwahrscheinlich überlaufen. Kein Wunder, wenn eine Gondel bis fast ganz hoch führt!

Danach bin ich zum Arberschutzhaus abgestiegen, um nochmals eine kurze Rast vor dem weiteren Abstieg einzulegen. Der erste Teil des Abstiegs zum großen Arbersee war relativ anstrengend. Nicht weil er steil war, sondern sehr steinig. Erst nachdem ich am Forstweg angekommen bin, war der Weg gut.

Ich wollte zwar ursprünglich noch eine kurze Pause am Arbersee einlegen, aber da waren mir einfach zu viele Menschen. Kein Wunder – großer Parkplatz und ein geöffnetes Wirtshaus nebendran.

Der Abstieg nach Regenhütte hat auch noch ganz schön in die Länge gezogen, aber den Zeltplatz dort hatte ich dann bald erreicht. In dem kleinen Ort gab’s sogar einen Gaststätte, in der ich noch zu Abend gegessen habe. Bei Sonnenuntergang bin ich dann zum Zelt zurück und wie immer bin ich sehr früh friedlich eingeschlummert.


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